Spanlose Gewindeerzeugung in Metallen durch selbstfurchende Schrauben

Direktverschraubung in Metalle – Gewinde spanlos und hochfest erzeugen

Gewindeformen statt Gewindeschneiden schafft durch vollständige Flankenüberdeckung die Grundlage für sichere, belastbare und langlebige Schraubverbindungen mit reproduzierbaren Montageeigenschaften

Bei der Direktverschraubung in Metalle erzeugen selbstfurchende Schrauben das Gewinde direkt beim Einschrauben. Durch Gewindeformen bzw. Gewindefurchen wird der Werkstoff nicht geschnitten, sondern durch Umformung spanlos verdrängt. Ein ununterbrochener Faserverlauf, die Kaltverfestigung des Werkstoffs sowie die vollständige Flankenüberdeckung sorgen für eine besonders hohe Belastbarkeit. Es entsteht ein metrisches ISO-Gewinde, das spielfrei ist und eine integrierte Selbsthemmung aufweist – eine zusätzliche Schraubensicherung ist in der Regel nicht erforderlich.

Beim Gewindefurchen entstehen keine Späne, da das Material umgeformt wird

Unsere Lösungen im Bereich Direktverschraubung in Metalle

baier & michels bietet ein breites Portfolio an Direktverschraubungssystemen für Metalle, die speziell für industrielle Anforderungen entwickelt wurden.

Entdecken Sie hier unsere Systeme.

Zuverlässige Verbindungen in Stahl, Edelstahl, Aluminium und Druckgusslegierungen sowie im Materialmix

Die Direktverschraubung in Metalle ermöglicht die direkte Gewindeerzeugung in Stahl, Edelstahl, Aluminium und Druckguss ohne zusätzliche Bearbeitungsschritte. Gewindefurchende Schrauben formen dabei Gewinde in plastisch verformbaren Werkstoffen. Auch im Materialmix bzw. Werkstoffmix zeigt das Verfahren seine Stärken: In der Multimaterial-Fügetechnik verbindet es unterschiedliche metallische Werkstoffe prozesssicher und wirtschaftlich. Die Gewindegeometrie gleicht zudem Winkelfehler beim Ansetzen zuverlässig aus und erleichtert die Montage. Die entstehenden metrischen ISO-Gewinde sind normkompatibel und sorgen für belastbare Schraubverbindungen. Durch die spielfreie Gewindeausbildung und die daraus resultierende Selbsthemmung kann in vielen Fällen auf zusätzliche Schraubensicherung, etwa nach DIN 267-27/28, verzichtet werden.

Typische Einsatzbereiche unserer gewindeformenden Lösungen in Metallen

  • Automobilindustrie​
  • Maschinen- und Anlagenbau​
  • Elektrotechnik​
  • Bauindustrie​
  • Kälte- und Klimatechnik​
Überall dort, wo wirtschaftliche und sichere Befestigungstechnik gefragt ist, bietet die Direktverschraubung in Metalle klare Vorteile.

Kreisrund ausgeformtes Gewinde mit Selbsthemmung ohne zusätzliche Sicherungsmittel

Kreisrunde Gewinde als technologischer Vorteil

Konventionelle Direktverschraubungssysteme nutzen häufig trilobulare Gewindegeometrien, wie sie beispielsweise bei Taptite-Schrauben vorkommen. Diese erzeugen gezielte Verformungszonen, führen jedoch zu lokal erhöhten Spannungen im Bauteil. b&m setzt dagegen überwiegend auf kreisrunde Gewindegeometrien mit vollständiger Flankenüberdeckung, wodurch sich die Last gleichmäßig verteilt. Das Ergebnis sind eine höhere Tragfähigkeit, geringere Materialbeanspruchung und eine prozesssichere Schraubverbindung. Gerade in anspruchsvollen Anwendungen und im Werkstoffmix bietet dieses Prinzip klare Vorteile gegenüber trilobularen Lösungen.

Unsere Lösungen bei Direktverschraubungen in Metallen

Zuverlässige Verbindungen direkt in metallischen Werkstoffen – für starke Performance und hohe Prozesssicherheit

Corrosion resistant self-drilling and self-tapping screw for stainless steel applications

b&m-INOXFORM®

Corrosion resistant self-drilling and self-tapping screw for stainless steel applications

Universell einsetzbares Direktverschraubungssystem in alle duktilen Metallwerkstoffe

b&m-FORM®

Universell einsetzbares Direktverschraubungssystem in alle duktilen Metallwerkstoffe

Direktverschraubungssystem speziell für Dünnblechanwendungen

b&m-SHEETFORM®

Direktverschraubungssystem speziell für Dünnblechanwendungen

Direktverschraubungssystem für höchstbeanspruchte Verbindungen

b&m-HIGHLOAD®

Direktverschraubungssystem für höchstbeanspruchte Verbindungen

Häufige Fragen zu Direktverschraubungen in Metalle (FAQ)

Die Direktverschraubung in Metallen bezeichnet ein Verfahren, bei dem das Gewinde direkt beim Einschrauben in den Werkstoff erzeugt wird. Dadurch entfällt eine Vorbearbeitung wie Bohren oder Gewindeschneiden. Es entstehen effiziente und belastbare gewindeformende Schraubverbindungen, die vor allem in der industriellen Serienfertigung und der modernen Befestigungstechnik eingesetzt werden.

Bei der Direktverschraubung in Metallen wird das Gewinde beim Einschrauben durch Gewindeformen bzw. Gewindefurchen direkt im Werkstoff erzeugt. Dabei wird das Material spanlos verdrängt und nicht abgetragen.
Je nach Werkstoff – etwa Stahl, Edelstahl, Aluminium oder Druckgusslegierungen – werden die Parameter angepasst, um eine belastbare, präzise und prozesssichere Schraubverbindung mit hoher Wiederholgenauigkeit zu gewährleisten.

Gewindefurchen und Gewindeformen sind spanlose Verfahren, bei denen das Material verdrängt wird. Dabei entsteht durch Kaltverfestigung ein hochbelastbares Gewinde mit ununterbrochenem Faserverlauf. Gewindefurchen ist eine Ausprägung des Gewindeformens und beschreibt die Gewindeerzeugung durch Schrauben. Beim Gewindeschneiden hingegen wird das Gewinde spanend erzeugt, das heißt, Material wird abgetragen. Dieses Verfahren kommt vor allem zum Einsatz, wenn sich der Werkstoff nicht umformen lässt. Alle Verfahren dienen der Gewindeerzeugung, unterscheiden sich jedoch grundlegend im Prozess und in den Eigenschaften der resultierenden Verbindung.

Die Direktverschraubung in Metalle eignet sich für zahlreiche Werkstoffe, darunter:
  • Stahl und Edelstahl
  • Aluminium
  • Druckgusslegierungen
Auch in komplexen Materialmixen und im Werkstoffmix im Rahmen der Multimaterial-Fügetechnik bietet sie zuverlässige Lösungen.

Die Direktverschraubung in Metallen bietet eine Reihe technischer und wirtschaftlicher Vorteile:
  • Reduzierte Prozesskosten, da Arbeitsschritte wie Gewindeschneiden entfallen
  • Schnellere Montage durch direkte Gewindeerzeugung im Bauteil
  • Hohe Prozesssicherheit durch spanlose Umformung ohne Späne
  • Erhöhte Belastbarkeit durch Kaltverfestigung und ununterbrochenen Faserverlauf
  • Integrierte Selbsthemmung, wodurch zusätzliche Schraubensicherungen meist entfallen
Damit eignet sich das Verfahren besonders für die industrielle Serienfertigung sowie für anspruchsvolle Anwendungen in modernen Konstruktionen.

Alle b&m-Innovationen auf einen Blick

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