Spanlose Gewindeerzeugung in Kunststoffen durch selbstfurchende Schrauben

Direktverschraubung in Kunststoffe – belastbare Verbindungen bei reduzierten Spannungen

Optimierte Gewindegeometrien vermeiden Bauteilschäden, senken kritische Belastungsspitzen im Werkstoff und sichern prozessstabile Verschraubungen in unterschiedlichsten Kunststoffanwendungen.

Die Direktverschraubung in Kunststoffe schafft belastbare Schraubverbindungen direkt im Bauteil und ersetzt zusätzliche Verbindungselemente. Spezifisch ausgelegte Gewindegeometrien steuern den Materialfluss gezielt und ermöglichen eine kontrollierte Ausbildung des Gewindes. Dadurch entstehen stabile Vorspannkräfte sowie ein gleichmäßiges Einschraubverhalten für reproduzierbare Montageprozesse. Daraus ergibt sich eine effiziente und robuste Lösung für Kunststoffanwendungen.

Direktverschraubung in Kunststoffe mit gewindeformender Schraube im Kunststoffbauteil

Unsere Lösung im Bereich Direktverschraubung in Kunststoffe

baier & michels entwickelt speziell auf Kunststoffe abgestimmte Konzepte für die Direktverschraubung, die auf die materialtypischen Eigenschaften thermoplastischer und duroplastischer Werkstoffe ausgelegt sind.

Entdecken Sie hier die passende Lösung.

Gewindeentstehung ohne Vorarbeit

Beim Einschrauben entsteht das benötigte Gewinde durch Gewindefurchen direkt im Kunststoff, ohne spanabhebende Bearbeitung. Das Befestigungselement verdrängt den Werkstoff gezielt und formt ein tragfähiges Gegengewinde, das exakt auf die Schraubengeometrie abgestimmt ist. Dadurch entstehen passgenaue Kontaktflächen ohne fertigungstechnisch bedingte Toleranzen, wie sie bei vorgeschnittenen Innengewinden auftreten können. Dieses Prinzip ermöglicht eine effiziente Montage sowie belastbare und wiederlösbare Verbindungen.

Typische Einsatzbereiche unserer gewindeformenden Schrauben in Kunststoffe

  • Automobilindustrie​
  • Elektrotechnik​
  • Medizintechnik
  • Industrie- und Haushaltswaren
Überall dort, wo wirtschaftliche und sichere Befestigungstechnik gefragt ist, bietet die Direktverschraubung in Kunststoffe klare Vorteile.

Kreisrund ausgeformtes Gewinde mit Selbsthemmung ohne zusätzliche Sicherungsmittel

Gewindegeometrie als entscheidender Faktor

b&m‑Gewindegeometrien unterscheiden sich bewusst von klassischen Schraubkonzepten: Statt eines Flankenwinkels von 60° kommen reduzierte Winkel von 30° beziehungsweise 25° zum Einsatz. Diese Auslegung bildet die Grundlage moderner Direktverschraubungssysteme und verbessert die Einbettung im Werkstoff bei gleichzeitig höherem Füllgrad im Gewindegrund. Gleichzeitig lassen sich Einschraubtuben in Spritzgussteilen materialsparend dimensionieren, was die Umsetzung dünnwandiger Bauteilstrukturen unterstützt. Die vergrößerte Überdeckung zwischen Gewindeflanken und Kunststoff sorgt zudem für eine stabile Kraftübertragung.

Unsere Lösungen bei Direktverschraubungen in Kunststoffe

Zuverlässige Verbindungen direkt in Kunststoffe – für starke Performance und hohe Prozesssicherhe

Optimiertes Direktverschraubungssystem für Hochleistungs-Kunststoffe

b&m-PLAST R®

Optimiertes Direktverschraubungssystem für Hochleistungs-Kunststoffe

Häufige Fragen zu Direktverschraubungen in Kunststoffe (FAQ)

Die Direktverschraubung in Kunststoffe beschreibt ein Verfahren, bei dem ein Gewinde beim Einschrauben unmittelbar im Bauteil entsteht. Eine separate Vorbearbeitung wie Gewindeschneiden oder der Einsatz zusätzlicher Verbindungselemente entfällt. Das Ergebnis sind wirtschaftliche und belastbare Schraubverbindungen, die insbesondere in der industriellen Fertigung von Kunststoffbauteilen eingesetzt werden.

Bei der Direktverschraubung in Kunststoffe wird das Gewinde durch Gewindefurchen direkt im Werkstoff erzeugt. Das Material wird dabei nicht abgetragen, sondern gezielt verdrängt und umgeformt. Entscheidend ist eine angepasste Gewindegeometrie, die den Werkstoff kontrolliert aufnimmt und ein tragfähiges Gegengewinde ausbildet. Auf diese Weise entstehen präzise und wiederlösbare Verbindungen mit gleichmäßigen Montageeigenschaften.

Gewindefurchen und Gewindeformen zählen zu den spanlosen Verfahren, bei denen der Kunststoff durch Verdrängung umgeformt wird. Beim Gewindefurchen erfolgt die Gewindeerzeugung direkt durch das Einschrauben des Befestigungselements. Im Gegensatz dazu wird beim Gewindeschneiden Material abgetragen, was bei Kunststoffen häufig zu ungünstigen Kerbwirkungen oder reduzierter Festigkeit führen kann. Spanlose Verfahren sind daher für viele Kunststoffanwendungen die bevorzugte Lösung.

Die Direktverschraubung eignet sich für unterschiedliche Kunststofftypen, darunter:
  • Thermoplaste
  • Duroplaste
Je nach Materialeigenschaften – insbesondere Festigkeit, Zähigkeit oder Glasfaseranteil – werden Geometrie und Auslegung der Verbindung entsprechend angepasst. Besonders bei Spritzgussteilen lässt sich das Verfahren gezielt in die Bauteilkonstruktion integrieren.

Die Direktverschraubung in Kunststoffe bietet sowohl technische als auch wirtschaftliche Vorteile:
  • Reduzierter Montageaufwand durch Wegfall zusätzlicher Komponenten wie Gewindeeinsätze
  • Effiziente Verarbeitung mit kurzen Taktzeiten in der Serienfertigung
  • Gleichmäßiges Einschraubverhalten für reproduzierbare Montageprozesse
  • Anpassbarkeit an unterschiedliche Werkstoffe und Bauteilgeometrien
  • Unterstützung von Leichtbaukonzepten durch materialsparende Konstruktion
Damit eignet sich das Verfahren insbesondere für Anwendungen, bei denen eine Kombination aus Wirtschaftlichkeit, Bauteileffizienz und zuverlässiger Funktion gefordert ist.

Alle b&m-Innovationen auf einen Blick

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